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Eine gelunge Veranstaltung!

Plädoyer für Diversity in der Wirtschaft

 

6. Symposium von BPW Wiesbaden, VdU Hessen und IHK Wiesbaden

 

Mit über 100 Teilnehmerinnen gut besucht war das 6. Symposium des Business and Professional Women Club Wiesbaden e. V. (BPW) in Kooperation mit dem Verband deutscher Unternehmerinnen e. V. (VdU) Hessen und der IHK Wiesbaden. Unter dem Titel „Frauen. Leben. Vielfalt.“ wurden Themen wie gelebte Diversity in Unternehmen und die Vorteile von Mixed Leadership vorgestellt und erörtert. Nicht nur der kurze Film vom Hamburger „Christopher Street Day“, der den perfekten Einstieg ins Thema „Diversity“ bot, verdeutlichte es: Das Thema ist in vielen großen Unternehmen rund um den Globus angekommen! Dennoch bedarf es weiterer Anstrengungen, um soziale Vielfalt in allen Branchen konstruktiv voranzutreiben und zu verankern, betonte zu Beginn Rechtsanwältin Jutta Schreiber (BPW), die die Veranstaltung moderierte. Letztendlich profitierten Unternehmen auch betriebswirtschaftlich, wenn sie die positive Wertschätzung der Individualität von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Bezug auf Geschlecht, Herkunft, Religion, Alter, Behinderung oder Lebensstil akzeptieren und sogar fördern.

Auch Monokulturen in der Landwirtschaft seien auf lange Sicht keine optimalen Lösungen – diesen Vergleich zog Julia Richter, 1. Vorsitzende des BPW Wiesbaden e. V., in ihrer Begrüßung. Margit Dietz, Unternehmerin aus Dreieich und Vorsitzende des VdU Hessen, lobte die Aktualität des Themas, das in den Unternehmen immer mehr an Tragweite gewinne. Tatjana Trömner-Gelbe, Unternehmerin und Vizepräsidentin der IHK Wiesbaden, verwies als „Hausherrin“ auf die steigende Zahl der Hochschulabsolventinnen in sogenannten klassischen Männerdomänen. Stolz auf erfolgreiches Job Sharing zwischen Mann und Frau in der Verwaltung der Landeshauptstadt Wiesbaden war Oberbürgermeister Sven Gerich.

 

Gender-Aktivitäten und Chancengerechtigkeit

„Mixed Leadership – die Mischung macht’s“ – so das Fazit der facettenreichen Keynote von Prof. Dr. Astrid Szebel-Habig, HAW Aschaffenburg, Institut für Management und Leadership. Gemischte Teams sorgten in Betrieben und Organisationen kontinuierlich für neue Denkansätze und eine durchschnittlich 44 Prozent höhere Rendite. Im Rahmen eines Forschungsprojektes auf Bundesebene hatte Szebel-Habig mit ihrem Team ein Selbstaudit entwickelt, das den direkten Vergleich von Unternehmen hinsichtlich Gender-Aktivitäten zur innerbetrieblichen Chancengerechtigkeit von Frau und Mann ermöglicht.

„Hoch hinaus – Erfolgscocktail für Frauen“, „Erfolgreiche Gehaltsverhandlungen: Wie verdiene ich, was ich wirklich wert bin?“, „Willkommen flexible Arbeitswelt! Jobsharing als Zukunftsmodell“, „Karriere als Frau in einem männerdominierten Umfeld“, „Beruf und Familie – Wiedereinstieg nach der Elternzeit“ – in diesen Workshops und Dialogen wurden praxisnah individuelle Fallbeispiele dargestellt, zum Teil auch sehr persönlich, kombiniert mit innovativen Lösungsansätzen. Die Referentinnen: Management-Beraterin Barbara Baratie, Prof. Dr. Andrea Ruppert von der Frankfurt University of Applied Science, Stephanie Schwarz von der Schott AG (Mainz) und Sandra Christensen von Ikea Deutschland (Wallau).

 

Wie wird Diversity in Unternehmen gelebt?

„Weg mit dem Stempel!“ forderte Dagmar Döring (VdU Hessen) und verwies mit Bedauern auf eine europaweite Umfrage, in der 38 Prozent von 1.000 Mitarbeitern keine Diversity in ihren Betrieben wollen. Ganz anders die Teilnehmer der von Döring moderierten Runde: Unternehmer Andreas Becker, Ephy-Mess GmbH (Wiesbaden), Chef eines Unternehmens mit über 78 Prozent Frauenanteil. Professor Guido Friebel, PhD, Goethe Universität Frankfurt am Main verwies auf die paritätische Besetzung von Aufsichtsräten in den skandinavischen Ländern, die zu fundamentalen Erfolgsgeschichten geführt hätten. Zudem hätten Unternehmen durch Offenheit in Bezug auf Diversity auch das Mitarbeiter-Potential des gesamten Arbeitsmarktes im Visier. Als Managerinnen in leitender Position berichtete Jeannine Haberich, Director of Brand & Communications DACH bei Sodexo (Rüsselsheim), von der Maxime „Vielfalt nicht zu leben, ist nachlässig“, ebenso vom einhergehenden Werte, Kultur- und Kommunikationswandel. Dr.-Ing. Ina Ollenschläger, Produktionsleiterin Prototypenfertigung Nemak Dillingen GmbH (Dillingen), wünschte sich entschieden mehr Frauen in technischen Berufen wie dem ihrem. Nadia Qani, Gründerin, Unternehmerin und Autorin Nadia Qani, AHP – kultursensible Pflege (Frankfurt am Main), war sich sicher, dass sie in ihrer Firma auf 100 Quadratmetern mit Menschen aus fünf Kontinenten, 23 Nationen und 37 Sprachen viele Elemente von Diversity bereits lebt.

Schlussworte waren dem Hessischen Sozialministerium vorbehalten: Dr. Sange Addison-Agyei, Referentin Interkulturelle Öffnung der hessischen Landesverwaltung, verantwortlich für die Charta der Vielfalt sowie Diversity, sprach sich dafür aus, Diskrimierungen entgegenzutreten, sie abzubauen, Chancengleicheit und ein Miteinander in der Arbeitswelt herbeizuführen. Das 6. BPW-Symposium bot vielfältige Anregungen – entsprechend intensiv war dann auch der Gedankenaustausch und das berufliche Netzwerken, das sich anschloss.

(Alle Fotos: Petra A. Killick)

 

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